Berichterstattung Masssenvernichtungswaffen
Verwundert muß man sein, wenn man heute bei N24 und dem Spiegel aktuelle Nachrichten liest, in denen steht, daß zwei UN-Waffeninspekteure aktuell die Beweise der USA als falsch zurückweisen. Zumindest für den namentlich genannten Jörn Siljeholm gilt, daß er sich dazu schon am 19.03.2003 im norwegischen Dagbladet geäußert hat.
Noch am gleichen Tag fand sich ein Artikel dazu bei Information Clearing House. In der Nacht wurde die Nachricht auch von mehreren Weblogs aufgegriffen.
Der Vorwurf der gefälschten Beweise ist also nicht neu. Daß sowohl Beweise aus den USA als auch aus Großbritannien vom dortigen Gehemdienst gefälscht waren, war bereits vor Kriegsbeginn bekannt.
Von N24 erwarte ich nicht immer unbedingt, daß der zeitliche Ablauf von irgendwelchen Dingen stimmt, aber vom Spiegel hätte ich doch zumindest erwartet, daß Erwähnung findet, daß bereits vor Kriegsausbruch von den UN-Waffeninspektoren darauf hingewiesen wurde, daß die von den USA offenbar keine Beweise für die Massenvernichtungswaffen haben sondern welche erfinden/fälschen.
Was uns fehlt, ist mehr investigativer Journalismus.
