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2003-04-26

Schmidt will Sterbegeld streichen

Wie die Tagesschau berichtet, will die Gesundheitsministerin das Sterbegeld streichen. Das Sterbegeld wird derzeit gerade von weniger Begüterten dazu verwendet, die beim Tod eines Verwandten zwangsläufig auftretenden Kosten wenigstens zu einem Teil zu decken. Weitere Maßnahmen sollten insgesamt 20 Mrd. Euro einsparen helfen.

Das eigentlich naheliegendste, die Anhebung der Betragsbemessungsgrenzen und damit auch die Anpassung der Obergrenze für die Besserverdienenden ist nicht geplant.

Dabei würde gerade diese Anhebung für mehr Einnahmen sorgen, da damit die Grenze, ab wann Besserverdienende von jeder Mark, die sie mehr verdienen, nur noch Steuern zahlen, heraufgesetzt würde. Mit dem Verzicht auf die Anhebung entlastet man also nicht die Arbeit an sich sondern nur die, die sowieso schon mehr haben als die Durschschnittliche Wählerschaft der SPD. Streichung des Sterbegeldes oder Anhebungen von Zuzahlungen belasten aber alle, also auch die, die sowieso schon wenig haben.

Die Reformversuche der SPD führen ebenso wie die der CDU zu einer Mehrbelstung und Verschlechterung der Gesundheitsversorgung für die Minderverdienenden, ohne gleichzeitig die Steigerung der Kosten des Gesundheitswesens herbeizuführen. Hier wären vermutlich grundsätzliche Überlegungen über die Ursachen angebracht. Und daß die SPD dazu etwas tun kann, hat sie schon einmal bewiesen, als unter der Brandt-Regierung die Vorsorge verbessert wurde und damit Folgekosten vermindert.

Mit der Anhebung der Obergrenze für die Pflichtversicherung und den damit verbundenen Einnahmen würde man zumindest soviel Zeit gewinnen, daß grundsätzlichere Überlegungen greifen könnten.

veröffentlicht um 21:46:08    #

Rürup: Riester-Rente könnte Pflicht werden

Jau, das wäre doch eine Idee zur Ankurbelung der Privatwirtschaft: Die Versicherungsunternehmen verdienen und der Bürger zahlt zwangsweise.

Vielleicht sollt man die Rürup-Kommission mal daran erinnern, daß wir schon eine Pflichtversicherung haben? Die Rentenversicherungen sind verpflichtet, alles wieder zu reinvestieren. Versicherungen, die bei Privatunternehmen abgeschlossen werden, sollen aber einen Gewinn erwirtschaften, der dann nicht in Form einer Rente an die Versicherten zurückfließt.

Angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Lage und der Unsicherheit, was man dann abschließen soll, ist es kein Wunder, daß die Leute sich nicht entscheiden können. Günstiger für alle wäre es sicher gewesen, alles beim Alten zu lassen und auf die Teilung der Altersvorsorge in einen privaten und den gesetztlichen Teil zu splitten.

Das derzeitige Verfahren kostet öffentliche Gelder und auch das Geld der Versicherten. Die einzigen, die daran gewinnen, sind die Arbeitgeber und die Versicherungsunternehmen. Und wie man weiß, ist die Wirtschaft unersättlich. Am liebsten würden sie sehen, daß alle Arbeitgeberanteile völlig entfallen. Dei Arbeitnehmer müßten sich dann irgendwann komplett privat versichern und die MitarbeiterInnen in der Arbeiterrentenversicherung und der Angestelltenversicherung würden auch noch ihre Arbeit verlieren.

Aber wir dürfen uns gewiß sein: Auch dann würde kein einziger neuer Arbeitsplatz in der "freien" Wirtschaft geschaffen, weil es der Wirtschaft doch so schlecht geht. Nun ja, sie uns das schon so lange ein, daß sie es vermutlich inzwischen selbst glauben. Und wie man von den Horoskopen weiß: Wenn man nur stark genug daran glaubt, tritt alles Schlechte auch ein - man steuert selbst darauf hin.

veröffentlicht um 21:20:32    #

Links für Blogger

Auf der obigen Seite habe ich begonnen Links rund um das Blogging zusammenszustellen. Die Liste enthält Links zu Suchmaschinen, Hostern, Programmen und andere zentrale Stellen, die vielleicht von Interesse sein könnten, um z. B. andere Weblogs, die einen interessieren aufzufinden.

Bisher ist die Liste klein, sie wird aber laufend erweitert.

veröffentlicht um 18:26:40    #

Die Welt als Blog und die geographischen Kennnisse der Blogger

Es ist schon wirlich lustig, welche Koordinaten die Leute teilweise für ihre Weblogs bei GeoURL angeben. Geoblog macht den Unsinn sichtbar, wenn neue Postings kommen. Da findet sich z. B. ein Weblog in Indischen Ozean mitten im oder direkt neben einer der tiefsten Stellen vor der afrikanischen Küste. Oder ein Weblog, daß vermutlich in Montana liegt, erscheint mitten in der Mongolei.

Macht frau sich den Spaß und guckt nach, was denn so in der Nähe von http://www.baviaan.net liegt, so erfährt sie, daß ein Weblog in Belgien 49 Meilen westlich und eines in Mogadishu (hat offenbar die Koordinaten richtig angegeben) 485 Meilen westlich liegen. In Wirklichkeit dürfte das Weblog aber in der Nähe oder in Hoek van Holland lokalisiert sein. Die Studenten der Uni Konstanz sind offenbar in der Geographie auch nicht so bewandert, haben sie doch ihr Weblog auf einem Längengrad von 9.177 angegeben.

Hier also nochmal für alle: Breitengrade (Latitude) geben an, wie weit man vom Äquator weg ist. Längengrade (Longitude) geben an, wie weit man östlich oder westlich des Nullmeridians, der durch Greenwich geht, ist. Bei GeoURL wird zuerst der Breitengrad (in Deutschland die größere Zahl) eingegeben und dann der Längengrad (in Deutschland die kleinere Zahl).

Verdreht man die Zahlen oder verwechselt Ost und West, so landet ein Weblog in den Niederlanden dann eben im Indischen Ozean, Montana in der Mongolei und die Uni Konstanz in Somalia oder direkt vor desen Küste auch im Indischen Ozean. - So wird die Welt wirklich klein. zwinkerndes Gesicht

veröffentlicht um 15:13:36    #

Strukturierter Text mit PyDS

Ursprünglich nur für mich selbst zum Nachsehen habe ich eine kleine Anleitung zur Verwendung von Strukturiertem Text in Python Desktop Server geschrieben. Inzwischen ist sie derart gewachsen, daß sie vielleicht auch anderen von Nutzen sein kann und ich habe den Text deshalb veröffentlicht.

Unterhalb des Textes befindet sich der gesamte Source, so daß man sehen kann, was ich eingetippt habe, um die Anleitung zu erzeugen.

veröffentlicht um 14:28:48    #

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