Arbeitsmarkt: Immer mehr ist immer weniger
In seinem Artikel Arbeitsmarkt: Immer mehr ist immer weniger: "Alle träumen vom »Wachstum«" schreibt Achatz von Müller über das hochgelobte Vorbild USA:
Was sind die Kosten dieses Modells? Keine Frage ? hohe Defizite der sozialen Infrastruktur: unzureichende Krankenversicherung für ein Viertel der Bevölkerung, die höchste Kindersterblichkeit der Industrieländer, die höchste Analphabetenrate der Industrieländer, die höchste Schulabbrecherquote der Industrieländer, die höchste Obdachlosenquote in städtischen Ballungsgebieten der Industrieländer. Dies alles vor dem Hintergrund einer gigantischen Staatsverschuldung, die Sozialinterventionen ? auch wenn man sie wollte ? faktisch verhindert. Ist das ein taugliches Vorbild?
Besser kann man den Preis für den Versuch, unendliches Wachstum zu erreichen, nicht zusammenfassen.
Aber ist das wirklich das, was wir wollen? - Ich denke, es wird Zeit, endlich umzudenken.
Ein lesenswerter Artikel.
Quelle: DIE ZEIT - Feuilleton
