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2003-04-12

TopicExchange Channel zu Büchern

Auf Topic Exchange habe ich einen neuen Channel zu Nachrichten in deutscher Sprache mit Buchvorstellungen und Buchkritiken eingerichtet. Wer in seinem Weblog einen Artikel über Bücher schreibt, hann den Channel anpingen und diejenigen, die bei Topic Exchange direkt darauf zugreifen oder den rss-Feed dort bestellt haben, können die Nachricht automatisch sehen.

Der Channel kann auf der Adresse http://topicexchange.com/t/buecher/ mit Trackback beschickt werden. Unter der Adresse ist aber auch ein Formular für diejenigen, die keine trackbackfähige Software wie PyDS besitzen.

Benutzer vom Python Desktop Server brauchen den Channel nur in den Einstellungen unter der Seite Themen zu aktivieren, um ihn beim Schreiben eines Artikels angezeigt zu bekommen. Wer den Channel in seinem Aggregator abonnieren will, kann das mit der Adresse http://topicexchange.com/t/buecher/rss machen.

veröffentlicht um 14:29:52    #

2003-04-11

Channel Buecher

Deutschsprachiger Channel mit Buchvorstellungen

veröffentlicht um 23:32:48    #

Neue Kategorie Bücher im Weblog Hexentanz

Heute habe ich für Buchkritiken und Buchempfehlungen eine neue Kategorie für Bücher hinzugefügt.

Unter Bücher sollen in loser Folge Buchvorstellungen erscheinen. Die Auswahl soll sowohl Neuerscheinungen als auch ältere Bücher aus den Bereichen Belletristik und Sachbücher enthalten. Sofern bekannt, werde ich auch angeben, ob das jeweilige Buch als Hörbuch oder Hörspiel erhältlich ist.

Kommentare sind erwünscht

veröffentlicht um 16:41:04    #

Das Leben ist kurz

Buchvorstellung:

Titel:Das Leben ist kurz - Vita brevis
Autor:Jostein Gaarder
Übersetzung:Gabriele Haefs
Verlag:Hanser Verlag München Wien, http://www.hanser.de
Jahr:1997
ISBN:ISBN 3-446-19082-1
Originalausgabe:Vita brevis, 1996, Aschehoug & Co. (W. Nygaard), Oslo

Mittels eines fiktiven Briefes der langjährigen Lebensgefährtin Floria an Augustinus setzt sich Jostein Gaarder mit dem Verhältnis der frühen chrislichen Kirche zu den Frauen auseinander. Ob so ein Brief tatsächlich existierte, ist für die Geschichte gleichgültig - er könnte existieren oder existiert haben.

Auch wenn Ulrich Karger in seiner Büchernachlese zum Buch die Novelle für eher überflüssig hält und mit "Eulen nach Athen tragen" klassifiziert, halte ich das Buch für sehr lesenswert, setzt es sich doch sehr unterhaltsam mit der unter anderem mit Augustinus begründeten Lebens- und Frauenfeindlichkeit der katholischen Lehre auseinander.

Gute belletristische Literatur unterhält und regt gleichzeitig zum Denken an. Beides erfüllt Gaarder in dem Buch erstklassig.

Es gibt eine Reihe von Biografien über Augustinus im Internet. Seine Lebensgefährtin kommt meist jedoch garnicht oder nur kurz erwähnt vor, obwohl er wohl 15 Jahre mit ihr zusammenlebte und sie einen gemeinsamen Sohn hatten. Die Bezeichnung "Konkubine", die ich in einer der Biografien gefunden habe, ist sehr bezeichnend. Eine alternative Biografie wurde von Schülern der Kantonsschule Luzern erstellt.

veröffentlicht um 16:28:16    #

Staatsdiener im Unrechtsstaat

Buchvorstellung:

Titel:Staatsdiener im Unrechtsstaat - Die deutschen Standesbeamten und ihr Verband unter dem Nationalsozialismus
Autor:Siegfried Maruhn
Verlag:Verlag für Standesamtswesen Frankfurt am Main / Berlin, http://www.vfst.de
Jahr:2002
ISBN:ISBN 3-8019-5685-7

Siegfried Maruhns Buch beschäftigt sich ausführlich mit der Rolle der Standesbeamten bei der Durchsetzung der Rassengesetzte des Nationalsozialismus. Ohne die teilweise akribische Arbeit der Staatsdiener und auch die Mithilfe der Kirche wäre die Identifizierung derer, die als Juden, Halbjuden, fremdblütig (z. B. Zigeuner) oder "negerartig" galten, nicht möglich gewesen.

In seinem Artikel Aufgeboten zur Rassenprobe in der Neuen Züricher Zeitung (NZZ) vom 15.02.2003 schreibt der Autor zu Entnazifizierung:

Ein Unrechtsbewusstsein scheint sich bei den Standes- wie anderen Beamten nicht entwickelt zu haben. Sie wurden auch nicht zur Rechenschaft gezogen, als der Rassenwahn sein Ende nahm. Ganz oben gab es wohl einige Opfer. [...] Doch schon eine Etage tiefer ging die Karriere nach kurzer Pause ungestört weiter.

Das Buch erhellt einen Puzzlestein mehr dazu, wie das System überhaupt funktionieren konnte. Und es zeigt letztendlich auch, wie wichtig es ist, daß Staatsbeamte sich ihrer Verantwortung bewußt sind und nicht blind Verordnungen und Gesetze, von wem auch immer sie gemacht werden, ausführen dürfen.

Wie blind gegen die elementaren Grundsätze des Menschenrechtes Beamte sein können, wenn es um das Ausführen von Verordnungen und Dienstanweisungen geht, durfte ich selbst erst vor kurzer Zeit erfahren, als es um den Nachzug der Kinder einer thailändischen Frau ging, die in zweiter Ehe eine Deutschen geheiratet hatte.

veröffentlicht um 14:52:16    #

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