Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
Buchvorstellung
| Titel: | Allgemeine Erklärung der Menschenrechte - Verkündet von den Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 |
|---|---|
| Herausgeber: | Juli Zeh (Vorwort) u. a. |
| Verlag: | Büchergilde Gutenberg, Frankfurt am Main, Wien und Zürich |
| Jahr: | 2005 |
| ISBN: | ISBN 3-7632-5526-5 und ISBN 3-7632-5526-6 ( als Edition Gutenberg auch 3-9364-2853-0) |
| Illustrationen: | Lee Doreen Böhm |
Zum 80jährigen Jubiläum hat die Büchergilde aus aktuellem Anlaß eine Sonderedition der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte herausgegeben.
Das besondere an dem Buch sind die wunderbare Verarbeitung (klassische Fandenbindung), die wunderbaren Zeichnungen von Lee Doreen Böhm und das exzellente und und hochaktuelle Vorwort von Juli Zeh.
Ich möchte hier aus diesem Vorwort zitieren, um klar zu machen, warum ich das Buch und die erneute Beschäftigung mit den Menschenrechten für besonders wichtig erachte:
Rasterfahndungen, staatliche Zugriffe auf private Konten, erweiterte Abhörbefugnisse und die Registrierung mit Fingerabdrücken sind Praktiken, die uns vor Kurzem noch als Paradebeispiele von menschenrechtsverdächtigem staatlichen Handeln erschienen wären. Heute aber gelten derartige Maßnahmen als "notwendig". Während die Bilder von Mißhandlungen im Gefängnis von Abu Ghraib für entsetzen sorgen, diskutieren deutsche Juristen in anerkannten Fachzeitungen über die Frage, ob Foltermethoden gegenüber bestimmten Delinquenten nicht gerechtfertigt sein sollten.
Aber auch im sozialen leben haben wir Nachholbedarf. In Artikeln 23, Absatz 1 heißt es:
Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für geiche Arbeit.
Vor Jahren haben wir noch gegen ungerechte Bezahlung gekämpft. Denkt aber heute noch jemand darüer nach, wenn es um die sogenannten 1-Euro-Jobs geht? Gilt Artikel 23 der Menschenrechtserklärung in Deutschland nicht mehr? - Hat die Bundesrepublick überhaupt jemals die Forderung dieses Artikels erfüllt?
Es lohnt sich, das Buch zu lesen und vor allem einmal darüber nachzudenken, wie sehr die Menschenrechte auch bei uns verletzt werden und in Gefahr sind.
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