Urlaubsbewässerung von Zimmerpflanzen
Bewässerung von Zimmerpflanzen bei längerer Abwesenheit ist immer ein Problem.
Im Wiki-Beitrag werden verschiedene Möglichkeiten der Langzeitbewässerung für Zimmerpflanzen in Erde und Hydrokultur unter die Lupe genommen.
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FAQ Hydrokultur
Die FAQ zur Hydrokultur ist ins Wiki umgezogen:
http://witch.muensterland.org/wiki/hydrokulturfaq.html
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Wachstumsvergleich Jacaranda mimosifolia (Palisanderbaum)
Im Jahr 2001 habe ich einige Palisanderbäume in Hydro und Erde ausgesät. Inzwischen sind fast alle Pflanzen zu einer teilweise beträchtlichen Höhe herangewachsen.
Folgende Erkenntnisse habe ich gewonnen:
- Wurde die Hauptwurzel in Erde beim Vereinzeln beschädigt, bleibt die betroffene Pflanze auch später erheblich im Wachstum zurück.
- Während die Pflanzen in Hydrokultur im ersten Jahr noch keinen großen Wachstumsunterschied zu den Erdpflanzen zeigen, ändert sich das im zweiten Jahr: Die Pflanzen in Hydrokultur sind durchweg fast doppelt so groß wie die in Erde.
- Bei beiden Kulturarten gibt es Verkorkungen, wenn die Töpfe zu klein sind, zu viel gegossen wird oder aus anderen Gründen zu wenig Luft an die Wurzeln kommt.
- In Hydro brauchen die Pflanzen nur zu Beginn hohe Töpfe, schmale Töpfe in 19er Höhe erscheinen dagegen in der Weiterkultur wegen des geringen Luftaustausches eher schlecht zu sein.
Die anfänglich größte Pflanze in Hydro, habe ich in einen großen, schmalen 19er Topf gesetzt, die zweitgrößte später in einen breiten Topf 12er Höhe. Beide waren vorher in Töpfen der Größe 11/12. Vermutlich teilweise auch durch bessere Lichtverhältnisse bedingt, hat die zweite Pflanze wesentlich größere, imposantere Wedel bekommen. Auskorkungen an den Mitteladern zeigt sie erst jetzt im zweiten Winter. Die Pflanze im breiten flacheren Topf ist jedoch weiterhin etwas kleiner als die andere im höheren schmalen.
Weitere Auffälligkeiten:
- Die Pflanzen brauchen viel Licht, zu pralle Sonne wird aber weniger gut vertragen.
- Der Platzbedarf ist durch die ausladenden gefiederten Blätter relativ hoch.
- Die Blätter sollten nicht dauerhaft die Fensterscheibe oder andere Gegenstände oder Pflanzen berühren, da dies das Wachstum stört.
- Weniger geeignet ist der Palisanderbaum für normale Fensterbänke, da die Bäume diesen bereits im zweiten Jahr entwachsen.
- Bei völlig verbrauchtem Wasser kommt es zum Vertrocknen von Blättern. Um Wasser und Substrat gegen Verunreinigung zu schützen eignet sich eine Abdeckung aus feinem Gardinengewebe.
Insgesamt gesehen ist der Palisanderbaum eine schöne Solitärpflanze. Der Samen geht schnell auf und aus einer Tüte können genügend Exemplare gewonnen werden, um nach dem Vereinzeln die besten Pflanzen für die Weiterkultur zu behalten.
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Mailingliste Hydrokultur eingerichtet
Seit heute gibt es eine deutschsprachige Mailingliste zum Thema Hydrokultur. Anmeldungen können über das Portal der Mailingliste Hydrokultur gemacht werden.
Grund für das Einrichten der Liste war, daß es zum Thema keine Newsgroup gibt und die wenigen Nachrichten dazu in de.rec.garten doch etwas sehr untergehen. Es gibt zwar einige Webforen zum Thema, aber die sind recht verstreut und eine Mailingliste ist an der Stelle einfach bequemer als das regelmäßige Aufsuchen und Durchstöbern von Webforen.
Eingeladen zur Teilnahme sind Laien und Fachleute, die sich mit erdloser Pflanzenhaltung beschäftigen. Ich hoffe, daß die Mailingliste ein Beitrag dazu sein kann, die Hydrokultur im Hobbybereich nicht ganz in Vergessenheit geraten zu lassen und vielleicht auch Interessierte hinzu zu gewinnen.
Birkenfeige (Ficus benjamina) mit Früchten
Wie ich schon an verschiedenen anderen Stellen berichtet habe (unter anderem In der Newsgroup de.rec.garten) trägt eine meiner Birkenfeigen regelmäßig Früchte. Die Pflanze wurde mir vor inzwischen fast genau 20 Jahren in einer Größe von ca. 40-50 cm zum Einzug in meine neue Wohung in Rendsburg geschenkt. Nachdem ich nach und nach das grüne Pflanzmoos und die hölzernen Stützstäbe (beides führt in Hydrokultur zu Fäulnis und hat darin nichts zu suchen) entfern habe, ist die Pflanze (eigentlich sind es mehrere) gut herangewachsen. Sie hat zwei totale Entblätterungen nach zu hartem Angießen nach völliger Trockenheit gut überlebt und beschert mir seit nunmehr zehn Jahren regelmäßig eine wachsende Anzahl an Früchten.
Laut gefundener Literatur haben die Birkenfeigen kleine weiße Blüten. Diese habe ich bisher trotz intensiver Beobachtung allerdings nicht entdecken können. Vielmehr scheint es mir so, daß die Pflanzen winzige verdeckte Blütenstände haben und selbstbefruchter sind. Das einzige, was ich in all den Jahren entdecken konnte, war, daß eine der grünen Kügelchen (ca 1 - 1,5 mm Durchmesser) eine Öffnung hatte, durch die so etwas wie ein Stempel zu sehen war. Meist sehe ich aber nur einfach grüne Kügelchen, die irgendwann eine bräunliche Haut abwerfen, unter der dann die leicht gepunktete grüne Frucht herauswächst. Bilder von bereits reifen Früchten kurz vor dem Abfallen und jungen kleinen kann man in meinem Bilderalbum besichtigen.
In diesem Jahr sind die Früchte besonders häufig und groß, nachdem ich die Pflanze erneut umgetopft habe und es mit einem anderen Dünger probiert habe. In einem der Bücher (von Hanselmann), die ich habe, wird über Versuche mit verschiedenen Düngern berichtet. Danach schnitt ein Flüssigdünger beim Ficus Benjamin besser ab. In Ermangelung anderen Düngers habe ich es deshalb einmal testweise mit dem Flüssigdünger für den Hydrotank versucht, obwohl auf der Verpackung steht, daß man nicht direkt damit gießen soll.
Mit dem Flüssigdünger hat die Pflanze inzwischen fast alle Blätter ersetzt, die sie im vorletzten Winter durch Versorgungsprobleme verloren hat. Die Blätter sind auch größer als aller Zuwachs der vergangenen Jahre. Das gleiche trifft auf die Früchte zu, die noch zahlreicher erscheinen und um etwa 25 % größer sind als in den vorangegangenen Jahren.
In den letzten Jahren habe ich mehrfach versucht, aus den Samenkörnern, die sich in den abgefallenen Früchten befinden, neue Pflanzen zu ziehen. Leider ist mir das bisher nicht gelungen. Ich werde es weiter versuchen und bei Gelegenheit darüber berichten.
Coffea arabica (Bergkaffee) in Hydrokultur
Im obigen Artikel wird eine meiner Lieblingspflanzen vorgestellt: Der Kaffeestrauch. Es gibt Hinweise zur Anzucht und Pflege und einige Bilder.
Kaffeepflanze, ein halbes Jahr alt
In weiteren Artikeln werde ich zu gegebener Zeit weitere Pflanzen aus meiner Sammlung vorstellen.
Anzucht für Hydrokultur in Quelltöpfchen
Das Beste ist, direkt in Hydrokultur-Substrat anzuziehen. Steht die kleinste Körnung nicht zur Verfügung, so kann aber auch auf andere Methoden zurückgegriffen werden, z. B. auf Jiffy-Quelltöpfchen aus gepresstem Torf. Die Quelltöpfchen sind inzwischen auch von anderen Herstellern verfügbar.
Die Aussaat erfolgt wie vorgesehen: Töpfchen in lauwarmem Wasser aufquellen und dann die Samen ein- oder aufbringen.
Ist die Saat aufgelaufen, muß das Umpflanzen erfolgen, sobald die ersten Wurzeln sichtbar werden. Sind die Wurzeln erst durch das umgebende Netz gewachsen, kann man zwar auch noch umstellen, es wird aber schwieriger, das Netz zu entfernen.
Zum Umtopfen entfernt man zunächst das Netz von den Quelltöpfchen und dann allen losen Torf. Danach gibt man den Wurzelballen in eine Schüssel (Becher, Tasse) mit warmem Wasser (nicht mehr als 30 °). darin läßt man den Ballen eine Stunde oder mehr stehen, ohne die oberirdischen Pflanzenteile unterzutauchen.
Ist der Torf gut durchweicht, kommt die Hauptarbeit: vorsichtig wird mit den Fingern der Torf von den Wurzeln gelöst, bis alle Wurzeln möglichst sauber sind.
Das Ergebnis sieht dann aus, wie bei diesem Keimling einer Strelitzia reginae (Paradiesvogelblume). Der Keim war allerdins schon durch das Netz gewachsen.
Die Pflanze wird anschließend mit Blähton kleiner oder mittlerer Körnung in Hydrokultur-Gefäße der Größe 9/7 gepflanzt. Dort verbleibt sie, bis die Wurzeln herausgucken, und die Pflanze groß genug für ein normales Gefäß und Blähton der großen Körnung ist.
Beim Einpflanzen grundsätzlich zu beachten: In Hydrokultur wird nicht tiefer gepflanzt als in Erde. Der Stamm oder Stengel gehört vollständig oberirdisch und die Wurzeln sollen immer vor dem Sonnenlicht geschützt sein.
Umtopfen Mimose (Mimosa pudica) in Hydrokultur
Das Umtopfen einer Mimose ist nicht gerade einfach, besonders, wenn die Wurzeln bereits sehr stark aus dem Kulturtopf eherausgewachsen sind. Für meine Umtopfaktion habe ich mir die Abendzeit ausgesucht, da die Mimose zu dieser Zeit die Blätter bereits eingefaltet hat.
Mimosen bilden viele lange Wurzeln mit relativ langen Seitentrieben. Im kleinen Anzuchttopf waren die Wurzeln meiner im letzten Jahr ausgesäten aus dem Kulturtopf bereits herausgewachsen und hatten sich rund um den Kulturtopf gekringelt. Da die Wurzeln völlig miteinander verflochten waren, war es zunächst unmöglich, die Pflanze aus dem Kulturtopf herauszuziehen. Ein Zerschneiden des Topfes hätte aber die feinen Wurzeln, die aus allen Löchern herauswuchsen, gefährdet.
In so einem Fall muß man sich entscheiden: Wurzeln abschneiden oder den Versuch der Entwirrung starten. - Ich entschied mich für die Entwirrung.
Ein Waschbecken wurde mit Wasser in Zimmertemperatur gefüllt und die Pflanze darin mit den Wurzeln eingetaucht. So ließen sich in mehr als einstündiger Arbeit, die Wurzel vorsichtig entwirren. Erstaunlicherweise sind die Wurzeln der Mimose recht stabil und gleichzeitig flexibel, so daß kaum welche von den feinen Enden abbrachen.
Beim Entwirren geht man so vor, wie wenn man extrem verhedderte lange Haare oder Fransen entwirrt: Immer vom Ende zuerst.
Die zwei Bildern unten zeigen die Wurzeln nach dem Entwirren und Herausziehen aus dem Kulturtopf im Wasser und runterhängend nach dem Herausnehmen. Durch Anklicken kann eine vergrößerte Version abgerufen werden.
Wurzeln Mimosa pudica im Wasserbad
Bild 2
Pflanze ist bereit für das Eintopfen
FAQ Hydrokultur
Die FAQ ist jetzt mit einer Fragenübersicht und internen Links versehen.FAQ Hydrokultur
Ich habe mal das Projekt einer FAQ (Frequently Asked Questions - häufig gestellte Fragen) zum Thema Hydrokultur wieder aufgenommen. Begonnen wurde es in der Newsgroup de.rec.garten und Ralf Gutzki, der die FAQ de.rec.garten betreut.
Anregungen und Fragen können als Kommentare zu den Beiträgen im Weblog hinterlassen werden.
Die Materialbeschaffung
Es ist ein Kreuz.Jetzt, wo Hydrokultur nicht mehr ganz so in Mode ist, wird die Beschaffung der richtigen Materialien (Substrat für die Aussaat, passende Innentöpfe, ausreichende Anzahl von Großgefäßen usw.) immer schwieriger.
Im letzten Jahr habe ich zwar bei Hydro Böttle feinkörniges Substrat bekommen können, für ganz feine Samen wie die von Kakteen ist das aber noch etwas grob (2-4 mm). Benötigt wird für derart feine Samen eigentlich eine Körnung von 1-2 mm (Tonglanulat-Bruch). Große Säcke mit grobkörnigen Tongranulat der gewünschten Qualität waren hier in Münster auch in beiden besuchten Garten-Centern nicht zu bekommen, so daß ich auf die kleineren Beutel mit je 10 Litern zurückgreifen mußte. Im Baumarkt würde man vermutlich große Säcke Tongranulat bekommen, der als Baumaterial ausgewiesene Blähton kann jedoch chemische Verunreinigungen aufweisen, die den Pflanzen nicht zuträglich sind.
Ein weiteres Problem ist die Beschaffung von Kulturtöpfen (die Innentöpfe, die die Pflanze und das Granulat aufnehmen). Töpfe von Leni sind hier nicht zu bekommen. Kulturtöpfe der Größe 11/12 für meine vorhandenen Übertöpfe bekomme ich überhaupt nicht. Ich habe zwar welche bestellen können, die sind aber leider für meine Wasserstandsanzeiger nicht hoch genug. Für die größeren Gefäße habe ich jetzt Kulturtöpfe bekommen, aber nicht gerade in der gewünschten Qualität. Es macht keinen Spaß, wenn man die Löcher erst selbst aufschneiden muß, weil sie von Gußresten völlig zu sind.
Tja, und dann sind da noch die Übertöpfe... Bei den kleineren Gefäßen sind die dickwandigen gespritzten Töpfe aus Plastik gar nicht mehr zu bekommen, und die dünneren waren in einem der Gartencenter nur in weiß zu haben. Diese sind aber nur kurzfristig zu gebrauchen, wenn die Lichteinstrahlung hoch ist, da sie lichtdurchlässig sind und somit die Algenbildung möglich ist.
Wasserdichte Keramikgefäße waren in beiden Gartencentern zu bekommen, das eine hatte jedoch nur recht kleine und nicht unbedingt die Farben, die ich mag. Schreiendes Blau oder Orange u. ä. ist nicht gerade das, was man sich auf die Dauer vorstellt und entspringt eher einer Modeerscheinung. Im anderen Gartencenter hatten sie auch größere Tongefäße, jedoch auch nicht die früheren (und jetzt wohl zumindest von Luwasa noch zu bekommenen einfachen geraden mit dickem Rand und in neutralen Farben wie beige und braun, sondern abgeschrägte oder sich rundlich nach unten verjüngende Gefäße in bunten Farben oder mit Aufheller versehenem Weiß (nicht neutral sondern eher bläulich wirkend). Letztendlich habe ich nach zwei Besuchen im gleichen Gartencenter die Vorräte an großen Keramiktöpfen in brauchbaren Farben aufgekauft, auch wenn deren möglicher Wasservorrat für den Sommer vermutlich knapp werden wird. Aber die großen Pflanzen wollten einfach mehr Platz.
Ein weiters Problem, daß mir in den Gartencentern aufgefallen ist, hat weniger mit deren Angebot, denn mit einer Unart von Geschäften allgemein zu tun: Preisschilder, die nicht ohne größeren Aufwand abzulösen sind. Nie werde ich begreifen, warum man an Hydrogefäße nicht Preisschilder kleben kann, wie die bei Geschirr üblich sind: relativ einfach und vor allem rückstandslos ablösbar. Ein Gartencenter sollte doch eigentlich zumindest wissen, welche Teile eines Hydrogefäßes später unter Wasser sind und somit keine Papierreste anhaftend haben dürfen. Aber nein, die Preisschilder werden genau da hingeklebt, wo sie später vergammeln können.
So, genug gemeckert! Falls das hier jemand liest, der oder die weiß, wo es noch Innentöpfe von Leni in der Größe 11/12 für meinen Pflanzennachwuchs gibt, wäre ich über einen Tip dankbar. Etwas anderes, das ich noch nicht gefunden habe, sind Plastikhauben für meine kleinen Anzuchttöpfchen. Ich habe einige Hauben, die für kleine Jiffy-Aussaaten gedacht waren, aber hervorragend auf meine ganz kleinen Kulturtöpfe passen.
Wasserstandsanzeiger für Hydrokultur
Für Hydrokultur werden spezielle Wasserstandsanzeiger benötigt. Die Feuchteanzeiger von Seramis sind ungeeignet und sollten in keinem Fall verwendet werden, da sie faulen würden und auch nicht den Wasserstand am Boden des Gefäßes anzeigen können.Der Grundaufbau eines Wasserstandsanzeigers ist folgender:
In einem Rohr, das unten kleine Löcher besitzt, ist unten eine Kugel (hohler Plastikkörper oder Styroporkugel) untergebracht. Auf diesem Schwimmer sitzt eine lange Plastikstange, die unten eine Platte hat, damit sie immer auf dem Schwimmer sitzt. Das Röhrchen ist oben durch einen durchsichtigen Teil mit Markierungen für den Wasserstand abgeschlossen.
Die Markierungen am Wasserstandsanzeiger bedeuten:
- Min
- Minimaler Wasserstand (Kugel ist auf dem Boden des Röchrchens angelangt)
- Opt
- Optimum - soll heißen normaler maximaler Wasserstand beim Gießen der meisten Pflanzen
- Max
- Maximaler Wasserstand - Dieser Wasserstand ist das absolute erlaubte Maximum
Zu den Anzeigen sollte man Folgendes wissen:
Wenn das Minimum erreicht ist, befindet sich noch Wasser im Gefäß. Das ist konstruktionsbedingt. Man sollte also mit dem Gießen noch warten und ggf, durch Blick neben der Pflanze in den Übertopf oder Neigen des Topfes Richtung Wasserstandsanzeiger prüfen, ob wirklich kein Wasser mehr vorhanden ist (völlig trocken muß es nicht sein), bevor man gießt.
Das Optimum ist keine Marke für einen dauerhaften Wasserstand sondern die optimale Gießhöhe für die meisten Pflanzen. Nachgegossen wird immer erst, wenn das Wasser verbraucht ist. Bei Orchideen und Kakteen gießt man nur bis zu Hälfte vom Optimum.
Bis auf Maximum sollte man nur bei Pflanzen gießen, die das Wasser innerhalb einer Woche verbrauchen, also eigentlich einen zu kleinen Übertopf haben. Normalerweise ist die Marke für die Urlaubsbewässerung als Richtwert vorgesehen. Allerdings sollte auch im Urlaub nur so viel gegossen werden, daß am Ende des Urlaubes das Wasser vedrbraucht ist. Reicht das Gießen bis Maximum nicht aus, müssen andere Maßnahmen zur Urlaubsbewässerung ergriffen werden. Der Höchststand sollte normalerweise nicht überschritten werden, weil das zu Fäulnis im Wurzelwerk führt.
Beim Gießen sollte man beachten, daß in einem nassen Röhrchen der Schwimmer an der Wand haften kann (z. B. nach dem Reinigen). Heftiges Klopfen an den Anzeiger löst das Problem meist. Andersherum kann auch in einem trockenen Röhrchen eine falsche Anzeige erfolgen: Wurzeln halten den Schwimmer fest, Schmutz oder Düngerkügelchen sind in den Anzeiger geraten u. Ä. Man sollte die Funktion regelmäßig durch leichtes Schrägstellen des Topfes prüfen.
Zur Qualität der Wasserstandsanzeiger: Schmale Wasserstandsanzeiger mit dünnem Röhrchen sind zwar genauer, sie enthalten aber normalerweise Styroporkugeln als Schwimmer und diese haften leider leichter am Röhrchen, was zur falscher Anzeige führt. Bei den anderen Wasserstandsanzeigern sind die Qualitätsunterschiede marginal. hier kommt es also darauf an, ob die Anzeige für einen selbst gut zu erkennen ist.
Tip: die Wasserstandsanzeiger von Luwasa und Leni lassen sich mit etwas Vorsicht zum Reinigen auseinandernehmen. So kann man auch die herausgenommene Schwimmerkugel durch beschweren und Untertauchen auf Dichtigkeit prüfen (Undichtigkeiten sind aber bei den genannten Marken sehr, sehr selten). Das Rohr läßt sich mit einem kleinen Flaschenreinger gut säubern. Verkalkungen sollte man durch ein mehrstündiges Bad in verdünnter Zitronensäure entfernen.
Für Großgefäße gibt es besondere Wasserstandsanzeiger. Ich selbst verwende die Variante mit einem zusätzlichen Schacht für einen Schlauch. Der Wasserstandsanzeiger wird ein Stück neben der breiten Röhre für den Düngersack mit eingesetzt. Gegossen wird dann durch den Düngersack. In dem genannten Wasserstandsanzeiger befindet sich im Schacht für den Schlauch ein Einsatz. Erst sollte regelmäßig hochgezogen und ggf. von eingewachsenen Wurzeln befreit werden. Beim Eintopfen mit einem solchen Wasserstandsanzeiger muß man unbedingt darauf achten, daß der Anzeiger beim Einfüllen des Blähtons immer direkt auf dem Boden stehenbleibt. Sonst besteht zusätzliche Gefahr, daß später Wurzeln drunterwachsen und der Wassertandsanzeiger weiter angehoben wird.
Gittertöpfe für Jungpflanzen
Für die Anzucht von Jungpflanzen werden im Handel für Erdkultur und Hydrokultur sogenannte Gittertöpfe angeboten. In diese Gittertöpfe kann man Pflanzen nach dem Auflaufen von Samen vereinzeln und die Gittertöpfe entweder gemeinsam in einem größeren Gefäß unterbringen oder einzeln in kleine Übertöpfe stellen.Diese Töpfe sind wesentlich preiswerter als richtige kleine Kulturtöpfe für Hydrokultur und sie lassen sich auch wiederverwenden.
Leider wird häufig behauptet, daß man die herangewachsene Jungpflanze später mitsamt dem Gittertöpfchen umpflanzen kann. Darauf sollte man aber in jedem Fall verzichten, denn die Verbindungsstücke der Töpfchen enthalten keine Sollbruchstellen, d. h. sie zerreißen beim Wachstum der Wurzeln nur sehr selten. Für die Wurzeln heißt das, daß sie später durch den Topf eingezwängt werden, und damit werden sie geschädigt und die Pflanzenversorgung verschlechtert. Man sollte also eine Jungpflanze immer rechtzeitig aus dem Gittertöpfchen entfernen und direkt in einen größeren Topf setzen.
Auch bei gekauften Pflanzen sieht man häufig Reste solcher Töpfchen aus dem Erdreich oder dem Hydrosubstrat herausragen. Wenn man nun eine solche Pflanze bereits gekauft hat, muß man damit rechnen, daß sie frühzeitig eingeht oder man muß versuchen, die Gittertöpfchen weitestgehend zu entfernen. Das Entfernen muß äußerst vorsichtig erfolgen und man kann ggf, bei jedem Umtopfen weitere Teile herauslösen. Eine kräftige kleine Schere, ein kleiner Seitenschneider und ein Kartoffelschälermesser (die kleinen spitzen Küchenmesser mit gebogener Schneide) tun hierbei gute Dienste. Eine Spitzzange oder eine kräftige Pinzette eignen sich zum herausziehen bereits abgelöster Teile. Man sollte aber bei jedem Umtopfen nur so viel entfernen, daß man dabei die Pflanze wirklich nicht beschädigt. So habe ich z. B. für einen Ficus benjamin in Erde Jahre gebraucht, um die immer dicker werdenden Wurzeln so weit zu befreien, daß die Pflanze wirklich frei den wachsen und den Topf vollständig durchwurzeln kann.
Anmerkung zur Verwendung der Gittertöpfe für Hydrokultur: Bei Unterbringung in einem kleinen Übergefäß ohne Hydrotank muß man unbedingt mit dem Gießen aufpassen, weil man keinen Wasserstandsanzeiger mit im Topf unterbringen kann. Jungpflanzen brauchen zwar im Wachstum viel Wasser, bei zu hohem Wasserstand gehen sie aber auch schnell ein, wenn es keine ausgesprochenen Wasserpflanzen sind.
TopicExchange Channel zu Hydrokultur
Auf Topic Exchange habe ich einen neuen Channel zu Hydrokultur-Nachrichten eingerichtet. Wer in seinem Weblog einen Artikel über Hydrokultur schreibt, kann den Channel anpingen und diejenigen, die bei Topic Exchange direkt darauf zugreifen oder den rss-Feed dort bestellt haben, können die Nachricht automatisch sehen.
Der Channel kann auf der Adresse http://topicexchange.com/t/hydrokultur/ mit trackback beschickt werden. Unter der Adresse ist aber auch ein Formular für diejenigen, die keine Trackbackfähige Software wie PyDS besitzen.
Benutzer vom Python Desktop Server brauchen den Channel nur in den Einstellungen unter der Seite Themen zu aktivieren, um ihn beim Schreiben eines Artikels angezeigt zu bekommen. Wer den Channel in seinem Aggregator abonnieren will, kann das mit der Adresse http://topicexchange.com/t/hydrokultur/rss machen.
Channel Hydrokultur
Deutschsprachige Nachrichten rund um die erdlose Pflanzenhaltung.German language news around hydroponics
