Frühling - 2. Pflanzen spülen
In der einfachen Variante, die für kleine Töpfe sehr gut geeignet ist, wird der Übertopf einfach bis zum Rand mit leicht angewärmten (etwas über Zimmertemperatur, mindestens aber so warm wie die Wurzeln) mit Wasser füllt, das Wasser wieder auskippt und das ganze mehrfach wiederholt. Bei größeren Pflanzen sollte man jedoch ein größeres Gefäß als den Übertopf wählen, weil sonst die Pflanze nicht vor dem Ausgießen herausgehoben werden kann. Bei Verwendung von Langzeitdünger sollte man das Wasser jeweils durch ein Tuch oder einen Kaffeefilter abgießen, damit die Düngerkügelchen nicht ins Abwasser geraten.
Wenn die Pflanze nicht von ihrem Standort entfernt werden kann (z. B. an der Wand klimmende Efeutute), die Töpfe zu groß sind oder es sich gar um Bodengefäße ohne Kulturtopf handelt, muß das Spülen anders erfolgen. Hier kommen Pumpe und Schlauch zum Einsatz.
Für das Abpumpen gibt es im Handel Pumpen mit einem Pumpball und Schlauch auf der einen und Rohr auf der anderen Seite. Leider sind die Pumpbälle aus einem Material, das nach häufiger Benutzung spröde wird und somit die Pumpe undicht und unbrachbar. Auch ist das Rohr sehr dick, so daß es nur für sehr große Gefäße geeignet ist. Hier hilft eine selbstgebastelte Lösung: Ein Schlauch von ca. 1 cm Durchmesser und ein Pumpball zum Ansaugen, der dort erhältlich ist, wo es Aquarienzubehör gibt, also in jeder besseren Zoohandlung.
Der Schlauch oder das Rohr werden möglichst bis auf den Boden in den Topf geführt. Neben den Topf stellt man einen weiteren leeren Topf, einen Eimer oder eine große Schüssel als Auffanggefäß. Das Gefäß sollte möglichst tiefer als der Pflanzentopf stehen. Nun wird der Übertopf der Pflanze bis zum Rand mit Waser gefüllt und das Wasser anschließend abgepumpt. Das wird so oft wiederholt, bis das Wasser sauber ist.
Im Anschluß an die Prozedur sollte das Wasser nur bis zum halben normalen Maximalstand (halbes Optimum bei den meisten Pflanzen, bei Kakteen und Orchideen davon wiederum die Hälfte) aufgefüllt und Dünger zugesetzt werden. Bei Pflanzen, die extrem viel Wasser verbrauchen, ist diese Absenkung, die nur erfolgt, weil ja das Substrat bis oben völlig durchnäßt wurde, nicht nötig.
Frühling - 1. Umtopfen
Zum Umtopfen gibt es unter dem Titel Umtopfen von Hydrokulturpflanzen schon einen ausführlicheren Beitrag. Hier nur soviel: Tiefwurzler sollten einen hohen Topf, Flachwurzler einen flachen, eher breiten Topf bekommen. Die Entscheidung ist manchmal schwierig, weil lange Wurzeln wie z. B. die des Palisanderbaums untem im Übertopf im Kreis wachsen. Erst ein vorsichtiges Entwirren bringt zu Tage, daß schon bei einer 10 cm großen Jungpflanze die Hauptwurzel einen halben Meter oder mehr lang sein kann. Zu bemängeln ist, daß die im Handel erhältlichen Bücher über Hydrokultur oder Zimmerpplanzen allgemein hier meist überhaupt nciht weiterhelfen.
Frühling - Zeit für Pflanzenpflege
Im Frühjahr, je nach Termperaturen und Sonnenschein von Anfang März bis in den April, beginnt das Pflanzenwachstum. Die Zeit der Pflanzenpflege beginnt.Was ist bei Hydrokulturpflanzen zu tun?
Zunächst einmal muß wieder gedüngt werden. Bevor eine Pflanze gedüngt wird, muß jedoch geüprüft werden, ob es möglicherweise auch Zeit zum Umtopfen ist oder ob ggf. eine Reinigung (Durchspülen des Substrates und der Wurzeln) fällig ist. Auch über eine Dusche sind viele Pflanzen nicht böse.
Bei der Sichtprüfung wird der Kulturtopf vorsichtig aus dem Übertopf gehoben. Riecht es dann, ist das Wasser nicht mehr in Ordnung und der Langzeitdünger verbraucht. Hier sollte wenn möglich gespült werden. Wenn eine Spülung nicht möglich ist, muß die Pflanze zunächst eine Zeitlang sehr trocken gehalten werden (geringe Gießhöhe und zwischen dem Gießen alles Wasser verschwinden lassen). Besser ist das Spülen und anschließende knappe Gießen aber allemal.
Wenn viele Wurzeln in den Übertopf gewachsen sind und sich der Kulturtopf ausbeult, ist es Zeit zum Umtopfen. Dünger wird dann erst nach dem Umtopfen zugefügt.
Auf die einzelnen Punkte gehen die folgenden Artikel des heutigen Tages ein.
