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Beiträge rund um das Kultivieren von Zimmerpflanzen in Hydrokultur

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2003-05-27

Coffea arabica (Bergkaffee) in Hydrokultur

Im obigen Artikel wird eine meiner Lieblingspflanzen vorgestellt: Der Kaffeestrauch. Es gibt Hinweise zur Anzucht und Pflege und einige Bilder.

Coffea arabica Jungpflanze Kaffeepflanze, ein halbes Jahr alt

In weiteren Artikeln werde ich zu gegebener Zeit weitere Pflanzen aus meiner Sammlung vorstellen.

veröffentlicht um 00:04:48    #

2003-05-19

Anzucht für Hydrokultur in Quelltöpfchen

Das Beste ist, direkt in Hydrokultur-Substrat anzuziehen. Steht die kleinste Körnung nicht zur Verfügung, so kann aber auch auf andere Methoden zurückgegriffen werden, z. B. auf Jiffy-Quelltöpfchen aus gepresstem Torf. Die Quelltöpfchen sind inzwischen auch von anderen Herstellern verfügbar.

Die Aussaat erfolgt wie vorgesehen: Töpfchen in lauwarmem Wasser aufquellen und dann die Samen ein- oder aufbringen.

Ist die Saat aufgelaufen, muß das Umpflanzen erfolgen, sobald die ersten Wurzeln sichtbar werden. Sind die Wurzeln erst durch das umgebende Netz gewachsen, kann man zwar auch noch umstellen, es wird aber schwieriger, das Netz zu entfernen.

Zum Umtopfen entfernt man zunächst das Netz von den Quelltöpfchen und dann allen losen Torf. Danach gibt man den Wurzelballen in eine Schüssel (Becher, Tasse) mit warmem Wasser (nicht mehr als 30 °). darin läßt man den Ballen eine Stunde oder mehr stehen, ohne die oberirdischen Pflanzenteile unterzutauchen.

Ist der Torf gut durchweicht, kommt die Hauptarbeit: vorsichtig wird mit den Fingern der Torf von den Wurzeln gelöst, bis alle Wurzeln möglichst sauber sind.

Strelitzia reginae Keimling Das Ergebnis sieht dann aus, wie bei diesem Keimling einer Strelitzia reginae (Paradiesvogelblume). Der Keim war allerdins schon durch das Netz gewachsen.

Die Pflanze wird anschließend mit Blähton kleiner oder mittlerer Körnung in Hydrokultur-Gefäße der Größe 9/7 gepflanzt. Dort verbleibt sie, bis die Wurzeln herausgucken, und die Pflanze groß genug für ein normales Gefäß und Blähton der großen Körnung ist.

Beim Einpflanzen grundsätzlich zu beachten: In Hydrokultur wird nicht tiefer gepflanzt als in Erde. Der Stamm oder Stengel gehört vollständig oberirdisch und die Wurzeln sollen immer vor dem Sonnenlicht geschützt sein.

veröffentlicht um 00:01:36    #

2003-05-18

Umtopfen Mimose (Mimosa pudica) in Hydrokultur

Das Umtopfen einer Mimose ist nicht gerade einfach, besonders, wenn die Wurzeln bereits sehr stark aus dem Kulturtopf eherausgewachsen sind. Für meine Umtopfaktion habe ich mir die Abendzeit ausgesucht, da die Mimose zu dieser Zeit die Blätter bereits eingefaltet hat.

Mimosen bilden viele lange Wurzeln mit relativ langen Seitentrieben. Im kleinen Anzuchttopf waren die Wurzeln meiner im letzten Jahr ausgesäten aus dem Kulturtopf bereits herausgewachsen und hatten sich rund um den Kulturtopf gekringelt. Da die Wurzeln völlig miteinander verflochten waren, war es zunächst unmöglich, die Pflanze aus dem Kulturtopf herauszuziehen. Ein Zerschneiden des Topfes hätte aber die feinen Wurzeln, die aus allen Löchern herauswuchsen, gefährdet.

In so einem Fall muß man sich entscheiden: Wurzeln abschneiden oder den Versuch der Entwirrung starten. - Ich entschied mich für die Entwirrung.

Ein Waschbecken wurde mit Wasser in Zimmertemperatur gefüllt und die Pflanze darin mit den Wurzeln eingetaucht. So ließen sich in mehr als einstündiger Arbeit, die Wurzel vorsichtig entwirren. Erstaunlicherweise sind die Wurzeln der Mimose recht stabil und gleichzeitig flexibel, so daß kaum welche von den feinen Enden abbrachen.

Beim Entwirren geht man so vor, wie wenn man extrem verhedderte lange Haare oder Fransen entwirrt: Immer vom Ende zuerst.

Die zwei Bildern unten zeigen die Wurzeln nach dem Entwirren und Herausziehen aus dem Kulturtopf im Wasser und runterhängend nach dem Herausnehmen. Durch Anklicken kann eine vergrößerte Version abgerufen werden.

Mimose Umpflanzen 1 Wurzeln Mimosa pudica im Wasserbad

Bild 2 Mimose Umpflanzen 2 Pflanze ist bereit für das Eintopfen

veröffentlicht um 20:56:00    #

FAQ Hydrokultur

Die FAQ ist jetzt mit einer Fragenübersicht und internen Links versehen.

veröffentlicht um 15:01:52    #

FAQ Hydrokultur

Ich habe mal das Projekt einer FAQ (Frequently Asked Questions - häufig gestellte Fragen) zum Thema Hydrokultur wieder aufgenommen. Begonnen wurde es in der Newsgroup de.rec.garten und Ralf Gutzki, der die FAQ de.rec.garten betreut.

Anregungen und Fragen können als Kommentare zu den Beiträgen im Weblog hinterlassen werden.

veröffentlicht um 13:22:40    #

2003-05-17

Die Materialbeschaffung

Es ist ein Kreuz.

Jetzt, wo Hydrokultur nicht mehr ganz so in Mode ist, wird die Beschaffung der richtigen Materialien (Substrat für die Aussaat, passende Innentöpfe, ausreichende Anzahl von Großgefäßen usw.) immer schwieriger.

Im letzten Jahr habe ich zwar bei Hydro Böttle feinkörniges Substrat bekommen können, für ganz feine Samen wie die von Kakteen ist das aber noch etwas grob (2-4 mm). Benötigt wird für derart feine Samen eigentlich eine Körnung von 1-2 mm (Tonglanulat-Bruch). Große Säcke mit grobkörnigen Tongranulat der gewünschten Qualität waren hier in Münster auch in beiden besuchten Garten-Centern nicht zu bekommen, so daß ich auf die kleineren Beutel mit je 10 Litern zurückgreifen mußte. Im Baumarkt würde man vermutlich große Säcke Tongranulat bekommen, der als Baumaterial ausgewiesene Blähton kann jedoch chemische Verunreinigungen aufweisen, die den Pflanzen nicht zuträglich sind.

Ein weiteres Problem ist die Beschaffung von Kulturtöpfen (die Innentöpfe, die die Pflanze und das Granulat aufnehmen). Töpfe von Leni sind hier nicht zu bekommen. Kulturtöpfe der Größe 11/12 für meine vorhandenen Übertöpfe bekomme ich überhaupt nicht. Ich habe zwar welche bestellen können, die sind aber leider für meine Wasserstandsanzeiger nicht hoch genug. Für die größeren Gefäße habe ich jetzt Kulturtöpfe bekommen, aber nicht gerade in der gewünschten Qualität. Es macht keinen Spaß, wenn man die Löcher erst selbst aufschneiden muß, weil sie von Gußresten völlig zu sind.

Tja, und dann sind da noch die Übertöpfe... Bei den kleineren Gefäßen sind die dickwandigen gespritzten Töpfe aus Plastik gar nicht mehr zu bekommen, und die dünneren waren in einem der Gartencenter nur in weiß zu haben. Diese sind aber nur kurzfristig zu gebrauchen, wenn die Lichteinstrahlung hoch ist, da sie lichtdurchlässig sind und somit die Algenbildung möglich ist.

Wasserdichte Keramikgefäße waren in beiden Gartencentern zu bekommen, das eine hatte jedoch nur recht kleine und nicht unbedingt die Farben, die ich mag. Schreiendes Blau oder Orange u. ä. ist nicht gerade das, was man sich auf die Dauer vorstellt und entspringt eher einer Modeerscheinung. Im anderen Gartencenter hatten sie auch größere Tongefäße, jedoch auch nicht die früheren (und jetzt wohl zumindest von Luwasa noch zu bekommenen einfachen geraden mit dickem Rand und in neutralen Farben wie beige und braun, sondern abgeschrägte oder sich rundlich nach unten verjüngende Gefäße in bunten Farben oder mit Aufheller versehenem Weiß (nicht neutral sondern eher bläulich wirkend). Letztendlich habe ich nach zwei Besuchen im gleichen Gartencenter die Vorräte an großen Keramiktöpfen in brauchbaren Farben aufgekauft, auch wenn deren möglicher Wasservorrat für den Sommer vermutlich knapp werden wird. Aber die großen Pflanzen wollten einfach mehr Platz.

Ein weiters Problem, daß mir in den Gartencentern aufgefallen ist, hat weniger mit deren Angebot, denn mit einer Unart von Geschäften allgemein zu tun: Preisschilder, die nicht ohne größeren Aufwand abzulösen sind. Nie werde ich begreifen, warum man an Hydrogefäße nicht Preisschilder kleben kann, wie die bei Geschirr üblich sind: relativ einfach und vor allem rückstandslos ablösbar. Ein Gartencenter sollte doch eigentlich zumindest wissen, welche Teile eines Hydrogefäßes später unter Wasser sind und somit keine Papierreste anhaftend haben dürfen. Aber nein, die Preisschilder werden genau da hingeklebt, wo sie später vergammeln können.

So, genug gemeckert! Falls das hier jemand liest, der oder die weiß, wo es noch Innentöpfe von Leni in der Größe 11/12 für meinen Pflanzennachwuchs gibt, wäre ich über einen Tip dankbar. Etwas anderes, das ich noch nicht gefunden habe, sind Plastikhauben für meine kleinen Anzuchttöpfchen. Ich habe einige Hauben, die für kleine Jiffy-Aussaaten gedacht waren, aber hervorragend auf meine ganz kleinen Kulturtöpfe passen.

veröffentlicht um 18:53:20    #

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