Anzucht für Hydrokultur in Quelltöpfchen
Das Beste ist, direkt in Hydrokultur-Substrat anzuziehen. Steht die kleinste Körnung nicht zur Verfügung, so kann aber auch auf andere Methoden zurückgegriffen werden, z. B. auf Jiffy-Quelltöpfchen aus gepresstem Torf. Die Quelltöpfchen sind inzwischen auch von anderen Herstellern verfügbar.
Die Aussaat erfolgt wie vorgesehen: Töpfchen in lauwarmem Wasser aufquellen und dann die Samen ein- oder aufbringen.
Ist die Saat aufgelaufen, muß das Umpflanzen erfolgen, sobald die ersten Wurzeln sichtbar werden. Sind die Wurzeln erst durch das umgebende Netz gewachsen, kann man zwar auch noch umstellen, es wird aber schwieriger, das Netz zu entfernen.
Zum Umtopfen entfernt man zunächst das Netz von den Quelltöpfchen und dann allen losen Torf. Danach gibt man den Wurzelballen in eine Schüssel (Becher, Tasse) mit warmem Wasser (nicht mehr als 30 °). darin läßt man den Ballen eine Stunde oder mehr stehen, ohne die oberirdischen Pflanzenteile unterzutauchen.
Ist der Torf gut durchweicht, kommt die Hauptarbeit: vorsichtig wird mit den Fingern der Torf von den Wurzeln gelöst, bis alle Wurzeln möglichst sauber sind.
Das Ergebnis sieht dann aus, wie bei diesem Keimling einer Strelitzia reginae (Paradiesvogelblume). Der Keim war allerdins schon durch das Netz gewachsen.
Die Pflanze wird anschließend mit Blähton kleiner oder mittlerer Körnung in Hydrokultur-Gefäße der Größe 9/7 gepflanzt. Dort verbleibt sie, bis die Wurzeln herausgucken, und die Pflanze groß genug für ein normales Gefäß und Blähton der großen Körnung ist.
Beim Einpflanzen grundsätzlich zu beachten: In Hydrokultur wird nicht tiefer gepflanzt als in Erde. Der Stamm oder Stengel gehört vollständig oberirdisch und die Wurzeln sollen immer vor dem Sonnenlicht geschützt sein.
