Birkenfeige (Ficus benjamina) mit Früchten
Wie ich schon an verschiedenen anderen Stellen berichtet habe (unter anderem In der Newsgroup de.rec.garten) trägt eine meiner Birkenfeigen regelmäßig Früchte. Die Pflanze wurde mir vor inzwischen fast genau 20 Jahren in einer Größe von ca. 40-50 cm zum Einzug in meine neue Wohung in Rendsburg geschenkt. Nachdem ich nach und nach das grüne Pflanzmoos und die hölzernen Stützstäbe (beides führt in Hydrokultur zu Fäulnis und hat darin nichts zu suchen) entfern habe, ist die Pflanze (eigentlich sind es mehrere) gut herangewachsen. Sie hat zwei totale Entblätterungen nach zu hartem Angießen nach völliger Trockenheit gut überlebt und beschert mir seit nunmehr zehn Jahren regelmäßig eine wachsende Anzahl an Früchten.
Laut gefundener Literatur haben die Birkenfeigen kleine weiße Blüten. Diese habe ich bisher trotz intensiver Beobachtung allerdings nicht entdecken können. Vielmehr scheint es mir so, daß die Pflanzen winzige verdeckte Blütenstände haben und selbstbefruchter sind. Das einzige, was ich in all den Jahren entdecken konnte, war, daß eine der grünen Kügelchen (ca 1 - 1,5 mm Durchmesser) eine Öffnung hatte, durch die so etwas wie ein Stempel zu sehen war. Meist sehe ich aber nur einfach grüne Kügelchen, die irgendwann eine bräunliche Haut abwerfen, unter der dann die leicht gepunktete grüne Frucht herauswächst. Bilder von bereits reifen Früchten kurz vor dem Abfallen und jungen kleinen kann man in meinem Bilderalbum besichtigen.
In diesem Jahr sind die Früchte besonders häufig und groß, nachdem ich die Pflanze erneut umgetopft habe und es mit einem anderen Dünger probiert habe. In einem der Bücher (von Hanselmann), die ich habe, wird über Versuche mit verschiedenen Düngern berichtet. Danach schnitt ein Flüssigdünger beim Ficus Benjamin besser ab. In Ermangelung anderen Düngers habe ich es deshalb einmal testweise mit dem Flüssigdünger für den Hydrotank versucht, obwohl auf der Verpackung steht, daß man nicht direkt damit gießen soll.
Mit dem Flüssigdünger hat die Pflanze inzwischen fast alle Blätter ersetzt, die sie im vorletzten Winter durch Versorgungsprobleme verloren hat. Die Blätter sind auch größer als aller Zuwachs der vergangenen Jahre. Das gleiche trifft auf die Früchte zu, die noch zahlreicher erscheinen und um etwa 25 % größer sind als in den vorangegangenen Jahren.
In den letzten Jahren habe ich mehrfach versucht, aus den Samenkörnern, die sich in den abgefallenen Früchten befinden, neue Pflanzen zu ziehen. Leider ist mir das bisher nicht gelungen. Ich werde es weiter versuchen und bei Gelegenheit darüber berichten.
