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2004-05-27

=F6 über Debian ...

Dem Kommentar von Georg ist eigentlich nicht viel hinzuzufügen, Außer vielleicht: Es ist m. E. nicht erlaubt, direkte Rückschlüsse von der Debian-basierten Knoppix auf die Debian Distribution selbst zu ziehen. Installiert man eine Knoppix auf die Platte, inkarniert sie zwar zu einer Debian, aber erstens nicht zur stabilen Version und zweitens auch mit Abweichungen (z. B. was die Sources für neue Pakete betrifft).

Ich benutze Debian jetzt seit der damals noch unfertigen ersten Version, die auf der Infomagic CD war und habe alle bis zur derzeitigen stabilen Version (3.0, Codename Woody) mitgemacht. Und keines der Updates hat mein System zerschlagen oder irgendwie schwer beschädigt. Update-Probleme waren immer kleinerer Art und leicht zu beseitigen. Vor allem wurden zu keinem Zeitpunkt ungefragt irgendwelche von mir veränderten Konfigurations-Dateien überschrieben.

Eine Knoppix habe ich zusammen mit einer bekannten auf HD installiert, weil deren Rechner für das X in der stabilen Version zu neu war und keine Möglichkeit bestand, X über eine Online-Verbindung zu aktualisieren. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, daß die Knoppix vor einem richtigen Update und einigen Umänderungen nicht mit einer reinen Debian gleichzusetzen ist. Wenn man sich also mit Debian gründlicher auseinandersetzen will, muß man schon eine "reine" Debian nehmen.

Ein anderes Problem bei der Beurteilung einer Distribution ist, daß man für ein Urteil vielleicht nicht gerade auf eine sich gerade stark im Umbruch befindlichen Test-Version (Debian Testing, Codename Sarge) gründen sollte. Natürlich kommt es auch vor, daß wesentliche Bestandteile noch ausgetauscht werden, bevor die Version zur Release wird. Damit muß man genauso rechnen, wie damit, daß das eine oder andere Paket zwischenzeitlich mal kaputt ist.

Den Vorteil der Debian, auf der einen Seite ein stabiles System zu installieren und dann einzelne Pakete austauschen zu können, habe ich in meinem Epia-Projekt genutzt. Daß das Austauschen nicht immer einfach war, lag weniger an der Debian als daran, daß das verwendete Board von Linux insgesamt kaum unterstützt wird.

Die Bemerkung zu kaputten Paketen von Azundris halte ich an dieser Stelle für unqualifiziert.

veröffentlicht um 23:00:48    #

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