Was ist unter Accessibility zu verstehen?
Accessibility heißt auf Deutsch Zugänglichkeit. Man versteht im Bezug auf Webseiten darunter allgemein, wie leicht oder schwer die Inhalte zu erreichen sind und insbesondere, wie sich diese Erreichbarkeit der Informationen für Leute mit einer Behinderung (insbesondere Sehbehinderung) darstellt.
Generell gilt: Websites sollten in der gleichen Weise Zugänglichkeit für alle Interessierten garantieren, wie z. B. öffentliche Gebäude. So wie z. B. Treppen es einer Rollstuhlfahrerin unmöglich machen können, in ein Gebäude zu kommen, so machen es Flash-Anwendungen bei vielen Websites sehbehinderten unmöglich, an die Inhalte einer Website zu kommen. Auch Javascript mit dem beliebten Mouse-Rollover (Links/Informationen erscheinen erst, wenn man mit der Maus über eine bestimmte Stelle geht), macht es Sehbehinderten unmöglich, an die Inhalte zu kommen.
Aber auch, wenn eine Seite auf dem eigenen Computer recht schlicht aussieht, kann es fallen geben, die gar einen wesentlich größeren Kreis als die Blinden treffen. Da seien z. B. als erstes feste Tabellenbreiten mit mehr als 640 Zeichen in einer Zeile genannt. Wenn jemand mit extremer Sehbehinderung diese Seiten mit dem entsprechend großen Font ansieht, bleibt innerhalb des Bildschirms vielelicht gerade die Hälfte einer Zeile übrig. Als Folge mußt für das Lesen jeder einzelnen Zeile ständig hin- und hergescrollt werden.
Die obigen Beispiele zeigen, daß sogennannte Hardliner, die auch ohne Behinderung für sich selbst fordern, auf Javascript und feste Zeilenlängen zu verzichten, durchaus berechtigte Forderungen aufstellen. Wer Webseiten erstellt, macht das meist nicht für sich selbst sondern weil er/sie auch möchte, daß sie gelesen werden. Nun, dann muß man auch dafür sorgen daß sie gelesen werden können.
Da ich mich auch mit Fotografie beschäftige, hier auch zum Thema Foto-Sites ein paar Hinweise: Auch Blinde interessieren sich für Kunst oder Reiseberichte. Um diesen den Zugang zu ermöglichen, sollte man durchaus mal erwägen, Bilder zu beschreiben. Wenn es um fotografisches Zubehör geht, sollte man auch bedenken, daß Blinde nicht in einem isolierten Raum leben. Auch die blinde Mutter möchte sich z. B. darüber informieren, welchen Fotoapparat denn nun für Sohn oder Tochter wohl geeignet ist.
