Bergkaffee
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Allgemeines
Kaffee eignet sich hervorragend für die Zimmerkultur. Kultiviert wird meist die Sorte, die üblicherweise auch in dem Röstkaffee steckt, den wir trinken: Coffea arabica, der Bergkaffee. Die Kaffeepflanze gehört zur Familie der Rubiaceae, den Rötegewächsen. Beheimatet ist der Bergkaffee ursprünglich in Äthiopien. Dort wächst der Kaffee auch heute noch wild, und alle Kulturpflanzen, die heute in den verschiedenen Kontinenten für den Röstkaffee in Plantagen angebaut werden, stammen von den Pflanzen im Lande der Kaffern ab.
Coffea arabica ist als Kulturpflanze sehr temperaturempfindlich und gedeiht nur bei Temperaturen zwischen 13 und 30 Grad, weshalb er in tropischen Gegenden in den Bergen wächst. Dieser eingeschränkte Temperaturbereich macht ihn besonders gut geeignet für die Kultur in ganzjährig warmen Räumen.
Die Pflanzen werden in Zimmerkultur im Allgemeinen etwas größer als einen Meter, in Hydrokultur bei hohen Räumen und Fenstern allerdings auch viel größer. Nach drei bis fünf Jahren blüht der Kaffee und trägt anschließend Früchte. Die Blüten sind weiß, die Früchte anfänglich grün und später leuchtend rot. Die Früchte haben in etwas die Größe einer Kirsche (kleine Schattmorellen) und die Form einer Pflaume. Im Inneren der Früchte befindet sich jeweils ein heller Samen.
Anzucht
Kaffeesamen müssen bei der Aussaat unbedingt frisch sein. Vorbereitet wird die Aussaat durch Einweichen der Samen in lauwarmem Wasser. Anschließend kann man die dünne Haut um den Samen vorsichtig entfernen und den Kaffee in das vorbereitete Substrat legen. Da Kaffee ein Lichtkeimer ist, sollte der Samen nicht vollständig zugedeckt sein. Die Keimtemperatur sollte bei mehr als 20 Grad liegen, und es sollte ausreichend licht vorhanden sein.
Dieser Kaffee wurde im September 2002 ausgesät. Bis zur richtigen Keimung hat es mehrere Monate gedauert. Die Temperatur betrug während dieser Zeit je nach Sonneneinstrahlung zwischen 18 und 22 Grad. Als Substrat dienten kleine Blähtonkügelchen, die gut feucht gehalten wurden. Samen, die die schwarz geworden waren, wurden entfernt, damit sich keine Fäulnis bilden konnte.
Jungpflanzen Kaffee 09.03.2003
Nach etwa drei Monaten waren die beiden gekeimten Pflanzen bereits gut herangewachsen und das Umtopfen überfällig. normalerweise sollte die Vereinzelung erfolgen, sobald die Sämlinge eine Größe von etwa drei bis fünf Zentimetern erreicht haben und sich das erste Blattpaar zeigt.
Umtopfen der Jungpflanzen
Im Folgenden wird die Umtopfaktion vom 29.03.2003 gezeigt. Zunächst einmal werden die Pflanzen aus dem Aussaatgefäß vorsichtig ausgekippt.
Kaffee-Pflänzchen aus dem Aussaatgefäß entnommen
Detailbild: Wurzeln vor der Trennung
Bei derart großen Jungpflanzen haben sich die Wurzeln bereits gut ausgebildet und sind in diesem Fall miteinander verflochten. Die Trennung der beiden Pflanzen mußte sehr vorsichtig erfolgen, um möglichst wenig Wurzeln zu beschädigen.
Wenn die Pflanzen getrennt sind, können sie neu eingetopft werden. In diesem Fall wurde ein kleineres Kulturgefäß gewählt, um ein möglichst ungestörtes Weiterwachsen zu gewährleisten. Der Blähton hat mittlere Körnung.
Weiterkultur und Pflege
Nach dem Umtopfen können die Pflanzen außerhalb des Gewächshauses normal weiterkultiviert werden. Dabei ist darauf zu achten, daß sie nie völlig trocken stehen. Man läßt den Wasserstand völlig absinken und gießt dann wieder bis Optimum nach.
Kaffeepflanze, ein halbes Jahr alt
Bei dieser Jungpflanze sind sehr schön die kräftigen, glänzenden Blätter zu erkennen, die sie Kaffeepflanze zu einem so ansehnlichen Schmuck werden lassen.
Kaffee kann zwar Sonne ab, sollte aber nicht zu sehr in der prallen Sonne hinter der Fensterscheibe stehen. ggf, ist zeitweilige leichte Abschattung nötig um ein verbrennen der Blätter zu vermeiden.
Wenn das Kulturgefäß gut durchwurzelt ist, kann erneut umgetopft werden. Als Substrat wird dann die Standardkörnung von 8-16 gewählt.
Kaffee wächst recht schnell und muß deshalb regelmäßig gedüngt werden. Ionenaustauscherdünger ist ohne Einschränkung verwendbar.
Größere Pflanzen sollten in der Nähe des Fensters auf den Boden gestellt werden. Zugluft bekommt dem Kaffee ebenso wenig wie kalte Füße. Darauf ist besonders im Winter zu achten.
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letzte Änderung 2003-06-22 03:32:48


