Paradiesvogelblume

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Allgemeines

Die Strelitzia reginae ist in den Subtropen im südlichen Afrika beheimatet. Bei uns werden meist nur die Blüten gehandelt und selten sind Pflanzen erhältlich.

Die Blätter der Stelitzia sind länglich und relativ ledrig (das unterscheidet sie deutlich von Bananenblättern). Die Blattstiele kommen alle aus dem Grund der Pflanze, so daß diese dort immer dicker wird. Ein Stamm wird auch bei alten Pflanzen nicht ausgebildet.

Strelitzen blühen erst nach mehreren Jahren das erste Mal. Die Blüten entspringen aus den Stielen älterer Blätter. Jedem Blatt kann dabei scheinbar nur einmal eine Knospe entspringen. Mit dem Alter der Pflanze kann die Zahl der Knospen zunehmen.

Die Knospen, die später wie ein Vogelschnabel aussehen und auch grün sind wie der Rest der Pflanze, wachsen so lange empor, bis sie etwa die höhe der Blätter erreicht haben. Dann neigt sich die Knospe immer mehr und nach einiger Zeit erscheint die erste von etwa fünf orangenen Blüten. Immer wenn eine Blüte voll aufgegangen ist, erscheint die nächste. Erst wenn alle Blüten erschienen sind, beginnt das Verblühen.

Ältere Pflanzen teilen sich in mehrere auf. Eine Trennung ist aber wegen der gemeinsamen Wurzeln schwierig.

Hier kommt noch ein Bild einer ausgewachsenen Pflanze hin.

Anzucht

Strelitzien können aus Samen gezogen werden, die man in Samenhandlungen für Exoten erhält. Der Samen ist extrem hart und mit einer Wachsschicht überzogen.

Für die Aussaat muß der Samen gut vorbereitet werden. Dazu wird zunächst mit lauwarmen Seifenwasser (Spülmittel oder Betaintensid) die Wachsschicht abgewaschen. Teilweise wird empfohlen, die Samenkörner anzufeilen. Anschließend muß das Saatgut in lauwarmen Wasser mindestens zwei Tage gut aufgeweicht werden.

Der Samen wird einzeln in kleinste Töpchen mit kleinem Substrat gegeben. Die Aussaat kann aber auch in Quelltöpfchen aus Torf erfolgen. Der Samen wird für die Keimung leicht abgedeckt und immer feucht gehalten. Die Keimung erfolgt innerhalb von bis zu acht Wochen.

Als erstes zeigt sich meist die Wurzel. Deshalb muß der Samen gut beobachtet werden, damit die Wurzel noch unbeschädigt aus dem Substrat entfernt werden kann. Bei Aussaat in Tofquelltöpfchen muß vor dem ersten Umtopfen die Wurzel gründlich von allen Torfresten befreit werden.

Die erste Weiterkultur erfolgt in Kleinen Töpfen von ca 8 cm. Allerdings werden die Pflanzen in diesen meist nicht lange verbleiben können, bis auf größere Töpfe von mindestens 11/12 gewechselt werden. Immer gilt es, die Pflanze gut zu beobachten, damit möglichst wenig Wurzeln beim Umtopfen beschädigt werden.

Strelitzia reginae Keimling Keimling Strelitzia reginae nach der Reinigung für das erste Umtopfen.

Jungpflanze Strelitzia reginae Jungpflanze Strelitzia reginae

Strelitzia reginae Jungpflanze Jungpflanze Strelitzia reginae nach ca. 4-5 Monaten im Topf 11/12

Weiterkultur und Pflege

Strelizien brauchen viel Licht. Da sie sehr aufrecht wachsen, können sie einige Jahre auf der Fensterbank stehen, wenn die Topfgröße es zuläßt.

Die Gefäße sollten wegen der langen Pfahlwurzel, die sich verzweigt oder aufrollt, wenn der Platz zu eng wird, immer in hohe Töpfe gepflanzt werden.

Das Umtopfen kann anfänglich zu praktisch jeder Jahreszeit erfolgen. Ist die Pflanze mehrere Jahre alt, sollte jedoch nur noch im Frühjahr umgetopft werden, da sich ab ca. Mai die Blüten vorbereiten.

Sammlungsexemplare

Neben drei Jungpflanzen besitze ich eine ältere Stelitzia reginae, die im Jahre 1979 ausgesät wurde und 1984 oder 1985 das erste mal blühte. Danach erschienen jedes Jahr Knospen und die Zahl wuchs bis 1990 auf vier an. Die Knospen erschienen jeweils zwischen August und September und die Blütezeit lag dann im Dezember/Januar.

Die Pflanze hat sich inzwischen zweimal geteilt, so daß es derzeit eigentlich vier Pflanzen sind. Nachdem eine der Pflanzen bereits vor einigen Jahren ein Doppelblatt bekam, was eine Teilung ankündigte, ist dieses Ende 2003 ein neues Doppelblatt erschienen. Eigentlich sind es zwei Blätter, die jedoch vom Stielgrund bis zu den bleiden Blättern zusammengewachsen sind. Unklar ist derzeit noch, ob hieraus ein neues Blatt wachsen kann.

Die letzte richtige Blüte der Pflanze war ca. 1990. In den letzten zehn Jahren hat die Pflanze zweimal eine Knospe bekommen, diese hat sich aber nicht richtig geöffnet. Ich vermute, daß die Pflanze mit mehr als zwei Metern Höhe inzwischen einfach zu groß geworden ist und bis in die Blüte hinein nicht genügend Saftdruck aufgebaut werden kann, um die Blüten aus der Kapsel zu drücken.

2002 habe ich nach mehreren erfolglosen Versuchen endlich wieder Strelitzien zum Keimen bekommen. Die größte von ihnen ist inzwischen etwa 50 cm an Topfrand hoch.

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letzte Änderung 2004-01-04 00:31:12

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